BlogSchokolade

häppchenweise

Thursday, September 29, 2005

Ergebnisse der Elektromagnetischen Analyse

Man mag von Heilpraktikern denken was man will. Der Mann hat wenigstens außer Vermutungen was konkretes gefunden. Lactoseintoleranz und Fructosemalabsorbtion war wohl Bockmist :o). Stattdessen fühlt sich seit Mai ein Pilz in Noahs Magen-Darm ganz wohl. Das erklärt auch warum die Diäten wohl zum Teil anschlugen, eben weil Pilze sich Hauptsächlich von Zucker ernähren und der wurde ja gestrichen....Trotzdem ist das Ding noch da und reizt alles ganz übel. Zusätzlich kam 'raus, dass eine Allergiebereitschaft gegen Weizen, Roggen und Milch besteht, dass Noah Gehirnreizungen hat, - was bedeutet, dass er wohl öfter Kopfschmerzen hat und noch bissi Kleinkram. Wie auch immer, damit steht uns die nächste Diät ins Haus, angesetzt für fünf Wochen. Dadurch soll der Pilz unterstützt von verschiedenen Medikamenten vernichtet werden, was eigentlich auch die Allergiebereitschaften auflösen müsste. Wir werden sehen was passiert. Hoffe wir nähern uns damit dem Ende der Fahnenstange, weil weder Noah (in Sachen Gewicht) noch unser Konto noch viel Spielraum zu lassen. Alle Kosten die im Folgenden auf uns zukommen, müssen wir selbst tragen. Der Test kostet 80€, wenn's schlecht läuft müssen wir auch die Medikamente für die Pilzvernichtung zahlen. Leiden ist nicht billig.

Wednesday, September 28, 2005

Pusteblume

Noah übt Pusteblume pusten. Dabei verwechselt er gelegentlich bis meistens die Funktionen Riechen und Pusten. Was am Montag damit endete, dass er Schirmchen durch die Nase wegpustete. Das wäre insofern nicht weiter schlimm, hätte er keinen Schnupfen. Aber mit Schnupfennase landete ein Drittel der Schirmchen in der Luft, ein Drittel blieb am Pusteblumenrest und das letzte Drittel klebte als kleiner Bartflaum an der Rotznase über der Lippe. Hmm, lecker.

Monday, September 26, 2005

Noah Spezial

*Malen ist gerade Lieblingsbeschäftigung. Wahlweise Wauwau oder Baby, nicht dass man als Außenstehender das eine vom andern unterscheiden könnte, beides ist blau, lila oder grünes Zickzack-Kritzelkratzel. Bin nur erstaunt, dass mein Kind den Unterschied erkennt, der mir im wahren Leben durchaus erschlossen ist, nur eben nicht in Noahs Zeichnungen.

*Traugottesdienst am Samstag. Während die Braut die Kirche betritt und die ganze Gemeinde ehrfürchtig und staunend in Stille verharrt, kann mein Kind nicht anders, als Mutti ganz dringend zu erzählen was er gemalt hat. Und Dank der Kirchenakustik erklingt lautstark ein "Wauwau!" zum Einzug der Braut. Da Mutti nicht ganz bei der Sache scheint, ist es nach kindlichem ermessen zwingend Notwendig, dass mehrmals zu wiederholen. Ich frage mich, wie ich das Gaffatape vergessen konnte?

*Neulich bemerkt, dass Erwachsene schneller zur Hilfe eilen, wenn man "Auaauaaaaaaaa" weint, heult Noah jetzt in jeder Lebenslage so. Wenn er müde ist, wenn ihm was nicht passt, wenn ich nicht schnell genug da bin, wenn er den Schnuller nicht findet....Was sagt man dazu. Dumm ist er nicht, dass muß man ihm lassen.

*Nach fünf Monaten das erste mal Tomate. Hätte heulen können, weil Klein-Noah so im Glück war. Scheinbar trägt Gebet und Diät in Kombination mit der Medikamente-Kur endlich Früchte. Seid fünf Tagen ist er relativ stabil, so dass wir angefangen haben im Wochentakt bisher unerlaubte Nahrungsmittel anzutesten. Zusätzlich haben wir noch eine Elektromagnetische Analyse machen lassen, die Aufschluß geben soll, ob Noah Impf- oder Medikamentenrückstände im Magen-Darmtrakt hat, die die Besserung verzögern. Ergebnisse gibt es im Laufe dieser Woche, ich berichte.

Tuesday, September 20, 2005

Was Kurzes!

Was Kurzes, weil ich lange Posts eigentlich nicht leiden kann. Mir fiel gerade ein, wie mein Bruder auf der Bibelschul-Nikolausfeier vom lustigen Nikolaus nach einem Gedicht befragt, antwortete: "Zickezacke Hühnerkacke!" :o)

Kindererziehung vom Flokati nach hier verlegt:

Nachdem Saskia so schön hartnäckig wegen der Kindererziehung fragt (zu finden unter: Gizma und der Flokati), dachte ich dann doch, dass das vielleicht für eine breitere Masse interessant werden könnte, bzw. dass weitere Statements dazu nur den Horizont und unsere Möglichkeiten erweitern könnten.

Grundsätzlich glaube ich nicht, dass es hilfreich ist unsere Kids einfach vor fraglichen Einflüssen zu schützen, weil irgendwann der Tag kommt, an dem sie unter unseren Mutterfittichen hervor kriechen und gehen wohin sie gehen wollen oder müssen. An diesem Tag will ich meinem Kind Vertrauen können, dass es in der Lage ist seinen Weg zu machen, egal wer mit ihm geht oder wohin sein Weg führt. An diesem Tag zählt was ich all die Jahre zuvor gesät habe, nach dem Prinzip: "Am Anfang reden wir mit unseren Kindern über Gott, dann reden wir mit Gott über unsere Kinder." Ich habe an meinen Eltern immer geschätzt, dass sie uns ziehen liessen, auch wenn das bestimmt nicht immer leicht war. Sie haben uns Stark gemacht in Ihrer Liebe und Ihrem Vertrauen zu uns. Sie haben uns keine Verbote zu Themen wie Drogen, Alkohol, Sex, Beziehung,... auferlegt, aber sie waren immer mit uns im Gespräch und liessen uns wissen, was sie darüber denken. Dabei haben sie sich nach folgendem Prinzip hinterfragt: "Will ich nicht das mein Kind das macht, 1wegen dem was die Leute sagen könnten, oder 2weil ich es nicht will oder 3weil es schlecht für mein Kind ist? Sie haben uns nicht von den schlechten/fraglichen Orten zurückgehalten, aber sie waren mit uns dort. Unsichtbar standen sie uns zur Seite, weil sie im Gespräch zuvor mit uns dort waren, nicht bedrängend, nicht fordern, einfach da. Ihr Vertrauen in uns half uns, die richtigen Entscheidungen zu fällen (meistens :o)).

Wie mache ich mein 20 Monate altes Kind stark für das Leben das vor ihm liegt? Ich liebe ihn und ich vertraue ihm. Ich mute ihm Dinge zu und fordere ihn heraus. Hauen hat er von allein gelernt- als Gegenpol fordere ich, dass er sich dann mit streicheln entschuldigt, um ihn zu lehren was richtig ist und was nicht. Was verschiedene Handlungsweisen in anderen bewirken,.... Um ihn an den Punkt zu führen, wo er sich entscheiden, kann was er auslösen will. Ich versuche ihm Wege zu zeigen mit seinem Zorn umzugehen,...

Ich versuche es richtig zu machen und werde trotzdem Fehler machen. Das war meine frustrierendste Erkenntnis als Mama: "Unzählbare Jahre Kindererziehung in der Menschheitsgeschichte, haben uns nicht dahin gebracht wo wir wissen Wie." Was bleibt uns, als unser Bestes zu geben und dem Größeren über allen Dingen zu vertrauen. Deshalb an dieser Stelle die Frage: Was ist dein Bestes zum Thema?

Monday, September 19, 2005

Quizfrage:

"Was macht man mit Schnupfen-verstopfter-Nase und Schnuller im Mund?" - Ersticken!

Auf Grund dieser Problematik wacht mein Kind dauernd aus dem Schlaf auf und raubt mir meinen wohl verdienten Feierabend.

Schwarzes Loch

Karlsruhe-Stupferich, Gänsbergstr.10, DG befindet sich ein Schwarzes Loch, darauf spezialisiert Geld zu verschlingen. Es (das Geld) kommt und geht so schnell, dass man den Moment an dem es gerade da war fast nicht mitbekommt. Manchmal bin ich nicht wie Paulus zufrieden mit dem was man gerade hat, egal ob Nichts oder Viel. Gerade ist mir unser Viel zu wenig. Nützt nichts zu denken dass andere weniger haben, ich will gerade mehrmehrmeeeeeeehr. Ich will im Ikea Geld verprassen, im H&M mein Kind Winterfest machen, ich will Geschenke verschenken für die die Beschenkten sich nicht trauten das Geld auszugeben, ich will das unsre Jungs nicht die Idiotentour mit fünf Stunden Aufenthalt in Amsterdam Richtung Housten machen müssen nur weil billiger, ich will nicht immer die sein die Geld von allen andern nimmt, ICH will mal austeilen, austeilen, austeilen,...

Lieber Weihnachtsmann,...

...dieses Jahr wünsche ich mir Weihnachten zwei Monate früher, weil dann würden meine dringenden drängenden Wünsche schneller erfüllt, als ich selbst dazu im Stande bin. Und als positive Nebenwirkung müßten sich alle fleißigen Hausmütterchen aus Zeitmangel entweder für Dekowahn oder Backwahn entscheiden, hihi.

Tuesday, September 13, 2005

Gizma und der Flokati

Naja, Flokati gibt's im Hause Reichmann zugegebenermaßen nicht, aber "Gizma und der Teppich" klingt so lahm :o). Wie auch immer, unsere Katze hat ein scheinbar ernsthaftes Problem mit unseren Teppichen in Flur und Bad. Still und angepasst liegen die Teppiche und fügen sich in die Wohnlandschaft, nichts Böses führen sie im Schilde. Da hechtet Gizma unangekündigt aus dem Hinterhalt, stürzt sich auf den Teppich, beißt, kratzt, schleudert ihn in die Luft, wirbelt ihn herum, gibt ihm Saures, bis er wehrlos am Boden liegt, wo er schon zuvor lag, nur ordentlich. Denis und Mark haben schon Vermutungen geäußert, dass zwischen Gizmas Ohren nur ein einzelner Ton klingt und diesen Innenraum fülllt. Das würde dieses Verhalten zumindest erklären!
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Was machen wir eigentlich???

Idea Spektrum erwähnt in abrufbarem Artikel, eine Gemeinde, nein eine Gruppe(!), Namens "Kubik" aus Karlsruhe, die versucht mit Nichtchristen ins Gespräch zu kommen. Unabhängig davon, dass das Wort "versucht" wie im Arbeitszeugniss, nach "versucht, aber schafft es nicht" klingt, stellt sich mir die Frage, was denn andere Gemeinden machen, wenn dass das ist, was uns von den andern scheinbar unterscheidet?! Was mich aber viel mehr erschreckt ist, dass ich in keinem dieser Kubik-erklärenden Worte Kubik wieder finde. Wer redet den bei Kubik von Nichtchristen? Nicht das man mich mißversteht, natürlich gibt es Unterschiede, dass Problem ist nur, dass sich bei Kubik immer wieder Leute einfinden die sozusagen nichtchristlich sind, aber weitaus christlicher leben, als die eigentlichen Christen! Und dass wir außerdem immer wieder entdecken, dass Gott mit Leuten seine ganz eigenen Wege geht und einfach (wie unverschämt!) die sieben Schritte zur Bekehrung (oder wie viel das sind) über den Haufen wirft. Leute kommen in den Gottesdienst, werden Teil von Gemeindeleben und beten (bevor sie wirklich Glauben oder sich "Bekehrt" haben(!!!)), erleben Gebetserhörungen, verändern ihre Lebensweise, lassen Übergabegebet und ähnlichen Firlefanz einfach aus und fangen unkompliziert Freundschaft mit Gott an. Wo auf dem Weg kann man sagen, ist die Wende von Nichtchrist zu Christ? -Darum lassen wir die Unterscheidung weg, weil manchmal Christen auch näher dran sind Nichchristen zu sein, obwohl sie vielleicht mal ein Übergabegebet gesprochen haben. Wir unterscheiden höchstens zwischen Leuten die sich auf Gott/ Jesus zu bewegen oder von ihm weg. Und zum "ins Gespräch kommen"- wenn wir was versuchen, dann ist es Leben zu teilen, dabei ist Gespräch aber nur ein Teil, vielleicht sogar der kleinste. Wir wollen miteinander auf dem Weg sein, uns gegenseitig ermutigen, Hilfestellung geben, beistehen, uns tragen in guten und schlechten Tagen, füreinander da sein, wie Jesus das für uns macht und das unabhängig davon, ob sich einer gerade weg oder hin zu Jesus bewegt. Jesus war zuerst ein Freund und er hat Freundschaft immer angeboten, egal ob Christ oder Nichtchrist....dass ist was ihn anders macht, was ihn auszeichnet. Am meisten liest man von dem was er redet, was aber nicht bedeutet, dass es Jesus um Gespräche geht. Jesus geht es um die Leute und darum ein Freund, Bruder, Weggefährte,... zu sein. Das ist was wir versuchen, was wir sein wollen, wie wir verstanden werden wollen. Bitte. Danke.

Saturday, September 10, 2005

Sich in sein Schiksal fügen,...

...dass kann mein Kind. Heute am Spielplatz auf der Pferdewippe zum Beispiel. Da saß der Bub auf dem Wippgetier und traute sich nicht alleine runter. Mami in weiter Ferne, Papa auch, hach dann wippt er halt noch mal 'ne Runde. Vielleicht holt Töne machen einen der beiden Erzeuger herbei? Auch nicht, na dann wippt er halt noch mal 'ne Runde. Mal Ausschau halten und Blickkontakt herstellen, hilft auch nicht, na dann noch mal 'ne Runde. Papa hatte dann ein Einsehen, aber bis der von der Elternbank über'n Spielplatz zum Wipptier trottet, na da wippt er noch 'ne Runde.
Oder in der Fitnessstudio-Kinderbetreuung. Gebe mein Kind ab und finde es nach 1 1/2 Stunden an genau der selben Stelle sitzend, auf dem Stühlchen am Eßtisch. Die Erzieherin meint: "Heute war der Noah etwas faul, er hat immer nur gezeigt was er haben will und sich nicht vom Platz gerührt." 1 1/2 Stunden lang saß Noah still auf dem Stuhl, weil er noch nicht alleine absteigen konnte, reden ging noch nicht und die Fingerzeige auf den Boden brachten zwar jede Menge Spielzeug vom Boden auf seinen Tisch, aber ihn nicht dorthin. Hachja. Reden ist Silber, Schweigen nur goldig.