BlogSchokolade

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Thursday, April 28, 2005

frust

Ich funktioniere mit Zeitdruck! Das heißt wenn ich einen bestimmten Termin habe, dann laufen die Vorbereitungen am Besten, wenn ich kurz vor knapp bin. Mein ganzes Leben lang halte ich mir deshalb schon die letzten eineinhalb Tage vor Tag X frei.... Das heißt nicht das die Wochen vorher nichts geht; - ich denke! Und dann kurz vor Schluß bündel ich wohl überlegt und vor sortiert meine Gedanken und überreiche den bestaunenswerten Gedankenblumenstrauß. Tatatataaaaaaaaa. Jetzt habe ich ein Kind! Und mir klingelts von innen und außen mit warnenden Worten die mich anhalten nicht von der Bildfläche zu verschwinden nur weil ich jetzt ein Kind habe. Und ich bemühe mich für mich und all die die mich anfeuern. Aber es ist schwer. Ich kann mich nicht von heute auf morgen in erprobten Arbeitsweisen ändern, aber die Zeitdruckgeschichte wird mit Kind zum Wahn. Und ich werd' wie ich nicht zu meinem Kind sein will. Er wird das Rad am Wagen das zu viel ist, er wird der der mich hindert zu tun wovon ich glaube das Gott mich dazu ruft, er wird zum Felsblock im Weg, zum Stock der mir zwischen die Beine geworfen ist, zur Tür die mir vor der Nase zufällt,....(schockiert?- ich auch!). Wer ein Kind aufnimmt, der ist als nehme er mich auf! Sagt Jesus. Und irgendwann verstand ich das! Mama sein heißt jemand zu sein, der ist als würde er jede Sekunde Jesus selbst um sich haben. Ich wollte nicht das Jesus mein fünftes Radgefühl abbekommt, sich fühlt als würde er mich abhalten vom eigentlichen, als wäre er der, der mir den Weg versperrt, mich hindert,.... Und ich habe mich entschieden was immer ich glaube tun zu müssen oder wozu ich mich berufen fühle, nur dann zu tun, wenn mein Kind versorgt ist, wie ich Jesus selbst versorgen wollte. Soviel zur Theorie. In der Praxis scheitere ich, weil ich für eine Gottesdienstvorbereitung endlos Babysitter bräuchte. Morgen ist Tag X.

Monday, April 25, 2005

Familienphoto vom 11.2004

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Die Abenteuer der Familie R.

Nachdem der pfaffe euch ja informiert hat, hier mal ich zum Geschehen der letzten Tage.

Samstag ca. 15.30 Uhr
Mama und Kind langweilen sich alleine am Spielplatz, da ganz Stupferich scheinbar schläft? Irgendwann endlich Verstärkung im Spielparadies- zwei Mädels die an die große Rutsche gehen. Noah gleich hinterher mit Mutti im Schlepptau. Wir wagen uns todesmutig über die Hängebrücke, erklimmen die steilsten und längsten Leitern, um am Ende an des Turmes Spitze den Ausblick zu genießen. Oben angekommen verlässt Noah die Lust zu rutschen (hätt ich mal drauf geachtet...), aber den ganzen Aufstieg in rückwärts schien mir zu unsicher und zu aufwendig, also hepp und abwärts durch die Rutsche. Dummerweise kriegen wir zu viel Tempo, aber irgendwie schaffen wir die Landung, allerdings mit einem gehörigen Schrecken- deshalb wundere ich mich auch nicht wirklich, als der kleine Mann zu brüllen anfängt.
Den restlichen Abend erklär ich mir seine Weinerlichkeit mit Riesen-Rutsch-Schreck in Kombination mit der Impfung von Freitagfrüh die ihn das letzte mal auch ganz schön ausgeknipst hat. Also ab ins Bett mit dem Kind.
Das er dauernd aufwacht und weint war nach der letzten 3-fach Impfung auch, außerdem hat er seit 4 Wochen fast durchgehend Durchfall und grade ein neues Medikament, die Zähne sind auch immer noch nicht 100% da,... es gibt 1000 Gründe die sein Verhalten erklären würden -und was außer Raten bleibt einem, wo das Kind noch nicht reden kann?
Sonntag ca. 8.30 Uhr
Noah ist immer noch ungewohnt weinerlich, klammert sich dauernd an mich,...Als er mit seinem Einkaufswagen fahren will zeigt er nur drauf, anstatt ihn einfach zu holen wie sonst. Bisschen verwundert hol ich ihn, beim aufstehen fängt Noah an zu weinen und klammert sich irgendwie zu krampfhaft am Einkaufswagen fest... Seine Beine zittern irgendwie beim Stehen. So langsam geht mein Innenalarm los. Gab's da nicht diese Geschichten mit Darmverdrehung bei zu viel Durchfall? So was ganz schmerzhaftes mit OP-bedarf? Kann er nicht stehen und laufen, weil das im Unterleib zu sehr schmerzt??? Hol' den Göttergatten aus dem Tiefschlaf und wir versuchen irgendwie alles gleichzeitig zu regeln, Noahsachen für unterwegs packen, Ersatz fürs Cafe- brunch organisieren, Kind anziehen, Eltern tageslichttauglich machen, Krankenkassenkram zusammensuchen und losfahren. Gisma
wird in der Eile versehentlich auf Diät gesetzt.
Dann der Marsch durch die Institutionen, Bauchsachen werden ziemlich schnell ausgeschlossen, irgendwas am Bein- gab's einen Unfall? Langsam fängt es an mir zu dämmern, dass da vielleicht an der Rutsche etwas mehr als der Schreck passiert sein könnte. Streng meine grauen Zellen an und komm langsam drauf das Noah schon den ganzen Abend nicht mehr Stand und lief. Beim Wickeln sehe ich, dass sein linker Fuß irgendwie geschwollen aussieht... verbringen Ewigkeiten im Klinikum, weil noch ein Schlafwandel-aus-dem-Balkon-stürz-Notfallpatient reinkommt....Noah ist supertapfer und geduldig bis zu dem Moment wo sein Bein gegipst wird. Wir versuchen den um sich tretenden kleinen Patienten zu dritt zu halten. Noah dreht und windet sich, brüllt aus Leibeskräften, wird schweißnaß, knallrot und schaut mich dabei immer wieder panisch um Hilfe flehend, nicht verstehend an. Könnt grad heulen, versuch ihm doch damit zu helfen, aber wie soll ich ihm das verständlich machen? Irgendwann geht auch der schlimmste Alptraum zu Ende und Noah schläft noch auf dem Weg zum Auto völlig erschöpft in meinem Arm ein.
Zuhause muß er heulen wenn er seinen geliebten Einkaufswagen sieht, also kommt der in die Rumpelkammer und wir versuchen das Kerlchen irgendwie ruhig zu halten, weil der Gips noch zwei Stunden zum Festwerden braucht. Im Laufe des Nachmittags feilt Noah an neuen Fortbewegungsmöglichkeiten und verzweifelt daran, dass sein linkes Bein nicht gerade stehen will.10835283 1741C0D1BeMontag
Obwohl die Schmerzmittel maximal sechs Stunden wirken, schläft der Kurze die ganze Nacht und meldet sich erst um 9 Uhr zum Tagesgeschehen. Würd' sagen: Gebete helfen. Danke. Beim anziehen wundert er sich ein bisschen über sein blaues Bein, aber arrangiert sich ansonsten bestens damit.

Thursday, April 21, 2005

Dein Tun

Wenn die Zeiten sich ändern und plötzlich keiner mehr schätzt was du machst, wenn die Zeiten sich ändern und Leute anfangen zu verachten was du machst,... -Was von all den Dingen die du machst, ist es wert, unabhängig davon was irgendwer oder die ganze Welt darüber denkt trotzdem gelebt zu werden?

Monday, April 18, 2005

ein Augenblick

Heute Nacht im Traum hab' ich mich gefragt: "Was würde jemand sehen, würde er mein gesamtes letztes Jahr in einem Augenblick sehen?"
Aufgewacht hab ich darüber nachgedacht, aus welchen meisten Augenblicken mein letztes Jahr denn Bestand.
Mal ganz ehrlich und unter uns- ich kam zu dem Schluß- mein letzes Jahr in einem Augenblick würde mich beim Putzen darstellen! Erschreckend oder?? Aber ich hab wirklich blöd viel geputzt. Wer ahnte denn, daß ein Baby winzig und unschuldig, in der Lage ist Berge von Wäsche und Chaos zu fabrizieren? Und wer ahnte, daß Katze Gisma davon einen psychischen Schaden erleidet und deshalb mal endlos Haare verliert? Und wer ahnte, das wir Mitten auf eine Baustelle ziehen?
Wie auch immer, letztes Jahr war ich die Putzfee in einem Augenblick, dann werd ich mich mal kümmern das ich dieses Jahr, ähm nicht die Müllfrau werd, wobei ich mich dafür echt ins Zeug legen muß, um noch 'nen Gegenpol zu Noahs Windelproduktion zu schaffen.... Vier Wochen Zahnen, vier Wochen Durchfall- kaum zu toppen....

Sunday, April 17, 2005

Wünsche

"Ich wünsch mir dies ich wünsch mir das
ich will ich mag ich möchte
und alles zu bekommen ist mein Wunschtraum viele Nächte..."

Hab in den letzten Tagen ne ganze Anhängerladung guter Wünsche abbekommen. Erfüllung meiner Wünsche für dieses Jahr war der meist erwähnte und während einer stillen Minute fiel mir auf, das ich mir irgendwie gar keine Wünsche für dieses Jahr überlegt hatte....so'n Mist. Und dann überlegt man kurz, was man sich denn für ein neues Jahr wünscht und mir fällt Oma Maria ein, die in der Gemeinde jede Gelegenheit ergriff allen Anwesenden Gesundheit und vorallem Gesundheit zu wünschen. Und man überlegt was man braucht/ will... ich will ne Duschwand verdammt...und Geld wie Heu ;o)....und neue Schuhe.....und...und...man versucht aus dem vordegründigen auf den zweiten Blick unbedeuteten Dingen die Wesentlichen herauszufischen, denn gekauert in der Badewanne duschen geht doch und Geld allein macht auch nicht glücklich und die alten Schuhe sind doch noch okay....wie wärs denn dann mit Bescheidenheit, Freude an den kleinen Dingen, Staunen/ Ehrfurcht, Disziplin(?), Reife, Weisheit, Weitsicht, Liebe, Freude, Eierkuchen aber mit Johannisbeermarmelade! Was wünschst Du dir denn?

Thursday, April 14, 2005

Augenringen den Krieg

Hab mich letzte Nacht bis halb drei am Leben gefreut, wissend das ich um sieben Uhr raus muß, nichtwissend das der Noah um vier Uhr kurz mal ne halbe Stunde ausflippen muß. Noch Fragen?
Werd versuchen Morgen zu lernen wie man Links macht und den Photokram, damit das mal hier voran geht.

Voll verplant

Voll verplant bin ich heute in meinen Tag gestartet! (nicht verplant verplant, wirklich verplant!) Hatte lauter "zu erledigen"-Sachen im Kopf , aber dann wollte Noah einfach nicht schlafen und damit geriet der ganze Plan außer Kontrolle. Da saß ich in seinem Sessel, vom Ärgergebrüll nassgeschwitzes totmüdes aber nicht schlafen wollendes Kind auf dem Schoß und die Uhr tickte unbarmherzig weiter.
Keine Chance für Zeitstress oder Ärger meinerseits,- weil ich ja die Ruhe selbst sein muß, um ihm die Ruhe zu vermitteln, die er zum Einschlafen braucht. Also füg' ich mich in mein nassgeschwitztes Schicksal... Denke plötzlich wie krass das ist, sich so von seinen Plänen abbringen zu lassen und sich in Neue zu fügen. Das das verlangt, sich selbst irgendwie über Bord zu werfen, sich nicht so wichtig zu nehmen und das das ganz schön gottmässig ist was der Noah da mit mir treibt.

Berufung/ Familie

Denk da dran schon ne Weile dran rum, hm. Glaub' jedenfalls nicht daran, das wenn du plötzlich ne Familie hast Deine Berufung ausgeschaltet wird. (Römer 11.29: Gottes Gaben und Berufungen können ihn nicht gereuen!) Heißt es gibt nen Weg Familie und Berufung zu leben. Versuch das WIE schon seit ner Weile rauszubekommen.....
Dann kam ich da drauf: Vielleicht denkt Gott sich das alles einfach bissl weiter als wir. Vielleicht kuckt er mehr auf das komplett sich immer wieder ändernde Leben (meine nicht nur n Kind kriegen ist ein andres Leben, neuer Job, neue Stadt,... all das doch auch!). Vielleicht geht es auch eher drum, ein Auge dafür zu haben, das es neben individueller Berufung ja auch eine Allgemeine gibt. Vielleicht gibts in all den auf und ab des Lebens auch auf und abs, sprich sich änderne Schwerpunkte in Berufung. Meine seit ich ein Kind habe lebe ich nicht mehr so sehr in meiner individuellen Berufung, aber man ganz schön derbe in meiner allgemeinen! Allgemein sind wir dazu gerufen Priester und Könige zu sein, was doch meint, Leute die eigentlich dienen, Verantwortung tragen, für andre einstehen,...kann gar nicht anders als meinem Kind rund um die Uhr zu dienen, weil ers sonst nicht überleben würde....kann gar nicht anders als die Verantwortung für ihn zu tragen, kann gar nicht anders als für ihn einzustehen,.... Bin in ner Position wo Familie mich vielleicht aufhält in dem Maße wie zuvor indiv. Berufung zu leben, aber sie puscht mich in allg. Berufung leben.
z.B. Hab nie so oft für andre Leute gekocht wie gerade, muß ja eh, dat Kind braucht ja was gesundes zum Groß und stark werden (und Kochen ist bestimmt nicht meine indiv. Berufung!!!)...

Vielleicht muß man seinen Blick weiten, um zu erkennen das Gott versucht uns in indiv. und allg. zu trainieren. Es geht ja nicht nur um mich, aber es geht ja auch nicht nur um die andern. Jedes Ding hat seine Zeit?!

Monday, April 11, 2005

Gewohnheit

Jmd sagt, das Du die Dinge wiederholen mußt, um sie zur Gewohnheit in Deinem Leben werden zu lassen! Also gut, hier bin ich um mich nicht unbedingt zu wiederholen, aber um mich zu gewöhnen.

Der Jones-Geist hängt noch in der Luft und ich fang an dieses kleine Abenteuer gedanklich zu verdauen. Da denkt man schön deutsch organisiert über Kind und Kirche nach und wie man beidem gerecht wird, ertappt sich beim Wunschkinderzahlen kürzen, beim sich Leben zurechtschustern und das man halt nicht alles haben kann und dann das! Fünf Kids und Vollgas für den Herrn, da bleibt mir glatt die Spuke weg.
Wieso denkt scheinbar ganz Deutschland und ich mit, das man mit Kind nix mehr an Start kriegen kann? Das da doch Familie mit Berufung kollidiern muß?
Klar bei so manchen Fragen die man nach der Geburt gestellt kriegt, wie: "Was machst du jetzt eigentlich so tagsüber?" kriegt man als Mom und Dad dann mal kurz das Gefühl das man die Details schildern muß die zeigen, daß das kein Ausruhjob ist. Wenn dann aber die andre Seite auf der Strecke bleibt passiert das wo wir in Deutschland glaub' gerade sind: Jeder denkt man kommt mit Kind zu nix mehr, das ist alles viel zu viel und man beginnt sich zu verabschieden vom Leben, von den Träumen, von den Kindern, von so manchem mehr?!
Mann dabei sind Kinder doch unglaublich!!!!

Gestern, Sonntagmorgen 6.27 Uhr:
Gequengel aus dem Kinderbett das ankündigt das die Nacht jetzt endlich fertig sein soll. Mama dreht sich nochmal rum, es ist SONNTAG!! Kind quengelt weiter und plötzlich das nie dagewesene! Nix mehr mit rumdrehn; finde mich in Lichtgeschwindigkeit ans Kinderbett gebeamt, völlig ausm Häuschen, selig lächelnd: Unglaublich, mein Kind hat Ma...ma gesagt!!! Welch ein glorreicher Tag.

..oder Heute in Straßburg:
Noah wackelt durch die Fußgängerzone, musikliebhabend wie er ist direkt auf die Seeleausdemleibspielende Musikantencombo zu. Sie waren gut, das Geldkörpchen ist fast voll, da nimmt sich KleinNoah doch grad mal n paar Münzen oder warum nicht gleich das ganze Körbchen?!

Einstiegshäppchen

Nachdem alle vorherigen Bloggeranläufe an mangelnden Namensideen scheiterten, starte ich heute hier und jetzt, frisch und frei als "BlogSchokolade" häppchenweise.

Wiedergeb' hier, was im Ganzen für mein Hirn und Herz und Leben un(v)erträglich würde. Nehm' die Happen meines Lebens, kau', verdau', und nehm' den Nächsten, um nach und nach satt zu werden, das Komplette zu erfassen,...

Nur wen interessiert mein Eßverhalten?